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"Ich bin mit dir" in Aktion

Was oder wer trägt mich letztendlich, wenn vieles mir im Alltag so oberflächlich und unpersönlich vorkommt?
Steine sind bunt bemalt, auf einem steht das Wort Hope
Datum:
2. März 2026
Von:
Rainer Stuhlträger

Liebe Leserinnen und Leser, haben Sie mutmachende Sätze und Sprüche, die Sie an traurigen, hoffnungslosen Tagen wieder auf die Beine helfen? Vielleicht bewahren Sie Sinnsprüche, gute Wünsche von Freunden, Bibelverse in einer Schachtel auf, um daraus wie aus einer Schatzkiste die kleinen Lichtblicke in Momente der Einsamkeit zu genießen. Im 1. Petrusbrief, 3.Kapitel, Vers 15 lesen wir: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu geben, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“
Welche Hoffnung, welches gute Wort, was oder wer trägt mich letztendlich, wenn vieles mir im Alltag so oberflächlich und unpersönlich vorkommt? Wenn ich mich nicht mehr verstanden und verlassen fühle, wenn ich um einen lieben Menschen trauere und ihn schmerzlich vermisse, wenn so viel auf einen einstürzt, und ich nicht mehr weiß, welchen nächsten Schritt ich tun soll?
Der Jesuit Alfred Delp, der am 2.2. 1945 hingerichtet wurde, hat für sich und für uns heute den Satz geprägt: “Lass uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.!“ Aus tiefster Überzeugung hat er diesen Glaubenssatz bis zu seiner Hinrichtung gelebt. Wir Christen tragen in uns die innere Kraft, die Gott uns mit der Taufe wieder zugesagt hat: „Du bist mein geliebtes Kind, ich bin mit dir.“! Und dennoch erleben wir Situationen, da ist dieser kostbare Schatz in uns verschüttet.
Gott ist wohnhaft im Menschen und will gelebt sein im Dienst am Nächsten. Wir dürfen einander das Wort Gottes „Ich bin mit dir“ zusagen, gerade dann, wenn Zweifeln, Ängste und Enttäuschung vorherrschen und den anderen blind und taub machen. „Der Mensch ist der einzige Ort, wo wir wirklich sicher sein können, dass Gott dort ist. Es ist leicht, Gott zu lieben, den wir nicht sehen. Aber es ist viel heilsamer, dem Gott zu dienen, den wir im anderen sehen lernen.“ (Joan Chittister).
Viele Ehrenamtliche in den Gemeinden erzählen von ihrer Freude, die sie durch ihr Dasein bei Kranken, Alten und Einsamen erleben und erfüllt. Genauso ergeht es mir als Seelsorgerin bei meinen Gesprächen in Trauer und Freude. „Herr, du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.“ (Apg. 2,28). Dieser Vers begleitet und trägt mich. Mit Freude erfüllt mich konkret auch, dass ich zusammen mit der Gemeinde Losheim und dem Caritasverband Merzig- Wadern zum 2. Mal zum Markt der Möglichkeiten „Leben im Alter“ in den Saalbau in Losheim am See einladen darf:  Freitag, den 27. März 2026 von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr.

Barbara Jung, Gemeindereferentin Hl. Geist-Losheim im Pastoralen Raum Wadern