Die Sternsinger sind unterwegs und bringen den Segen

In diesen Tagen ziehen sie wieder von Haus zu Haus: Mädchen und Jungen, die als Sternsinger gekleidet den Segen Gottes bringen. An die Türen schreiben oder kleben sie: „Christus mansionem benedicat 2026“ – Christus segne dieses Haus 2026.
Doch die Sternsinger bringen nicht nur den Segen. Sie bitten auch um Spenden für Kinder in Not. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Sternsingen gegen Kinderarbeit – Schule statt Fabrik“.
Für uns ist Bildung selbstverständlich. Doch in Bangladesch, das in diesem Jahr im Mittelpunkt der Aktion steht, müssen noch rund 1,8 Millionen Kinder arbeiten – 1,1 Millionen unter gefährlichen Bedingungen. Das sind mehr Kinder, als in Berlin leben. Sternsinger-Partner helfen, Kinder aus Ausbeutung zu befreien, ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen sowie Eltern, Arbeitgeber, lokale Behörden und Regierungsmitarbeitende für die Kinderrechte zu sensibilisieren.
Gut, dass sich die Sternsinger für Bildung einsetzen. Denn hier ist der Zusammenhang mit den Weisen aus dem Morgenland: Sie waren gebildete Menschen und gehörten der intellektuellen Oberschicht ihrer Zeit an. Für sie war die Beobachtung der Sterne eine Art wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Welt. Ihre Bildung hat sie dazu bewogen, sich auf den Weg zu machen, um das Neugeborene zu finden.
Sie kamen – wie zuvor die Hirten – zur Krippe. Zum neugeborenen Gotteskind können alle kommen und sich berühren lassen: Arm und Reich, Alt und Jung, Menschen von nah und fern.
Öffnen wir unsere Herzen und Türen und begrüßen wir die Sternsinger. Sie segnen unsere Häuser und Wohnungen, sodass wir uns auch im neuen Jahr von Gottes Segen begleitet wissen dürfen. Die Spenden für die Kinder weltweit helfen dabei, ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Falls Sie die Sternsinger verpasst haben, gibt Ihnen Ihr Pfarramt gerne Auskunft.
Weiter Informationen zur Aktion finden sie unter: www.sternsinger.de
Tanja Buchheit-Thewes
